Welche Schritte braucht ein Website-Aufruf?
Ein Browser ermittelt zunächst die Adresse eines Hostnamens, baut eine Verbindung zum Zielserver auf und sendet eine HTTP-Anfrage. Der Server entscheidet anhand der Konfiguration unter anderem über den angeforderten Hostnamen, die Ressource und die zurückgelieferte Antwort.
HTTP und HTTPS
HTTP überträgt Anfragen und Antworten zwischen Client und Server. HTTPS verwendet dafür zusätzlich Transportverschlüsselung mittels TLS. Ein gültiges Zertifikat muss zum angesprochenen Hostnamen passen; ein korrektes DNS-Ziel allein erstellt kein Zertifikat.
Ports und Firewall
Webserver sind häufig auf TCP-Port 80 für HTTP und TCP-Port 443 für HTTPS erreichbar. Ob diese Ports von außen genutzt werden können, hängt von Serverdiensten, Router, Firewall, Netzbetreiber und gegebenenfalls NAT ab. Eine Portfreigabe sollte nur mit passendem Sicherheitskonzept erfolgen.
Was ist ein Reverse Proxy?
Ein Reverse Proxy nimmt Anfragen entgegen und leitet sie serverseitig an einen dahinterliegenden Dienst weiter. Er kann beispielsweise TLS terminieren oder mehrere Anwendungen unter unterschiedlichen Hostnamen anbieten. Das unterscheidet sich von einer einfachen HTTP-Weiterleitung, bei der der Browser selbst das neue Ziel aufruft.
Subdomains beim Hosting
Auch wenn mehrere Subdomains auf dieselbe IP-Adresse zeigen, kann ein Webserver anhand des Hostnamens unterschiedliche Websites liefern. Dafür benötigt er eine entsprechende virtuelle Hostkonfiguration und bei HTTPS passende Zertifikate.