IPv4 und IPv6 unterscheiden
IPv4-Adressen bestehen aus 32 Bit und werden häufig als vier Dezimalzahlen geschrieben, etwa 192.0.2.10. IPv6-Adressen bestehen aus 128 Bit, beispielsweise 2001:db8::10. Die hier genannten Adressen stammen aus ausdrücklich reservierten Dokumentationsbereichen und sind keine realen Dienstziele.
Private und öffentliche Adressen
IPv4-Adressbereiche wie 192.168.0.0/16, 10.0.0.0/8 oder 172.16.0.0/12 sind für private Netze vorgesehen und nicht als öffentliche Ziele im globalen Internet geroutet. Bei IPv6 gibt es unter anderem Link-Local-Adressen (fe80::/10) und Unique Local Addresses (fc00::/7), die ebenfalls nicht wie globale Internetadressen nutzbar sind.
Was bedeutet CGNAT?
Carrier-Grade NAT teilt öffentliche IPv4-Adressen über Netzübersetzung zwischen mehreren Anschlüssen auf. Ein Heimrouter kann deshalb eine WAN-Adresse erhalten, die nicht direkt aus dem Internet erreichbar ist. Ein DNS-Eintrag oder Portfreigaben im eigenen Router reichen dann häufig nicht aus, um von außen einen IPv4-Dienst bereitzustellen.
Ist IPv6 automatisch erreichbar?
Nein. Globale IPv6-Adressen ermöglichen zwar grundsätzlich direkte Ende-zu-Ende-Verbindungen, sofern das Netz sie routet. Eingehende Verbindungen können aber etwa an einer Firewall, fehlenden Freigaben oder einer nicht mehr gültigen Adresse scheitern.
Prüfbedarf
Vor dem Einsatz eines öffentlich angebotenen Dienstes müssen die extern sichtbare Adresse, die tatsächliche Erreichbarkeit und die Bedingungen des Anschlusses geprüft werden. Eine erfolgreiche DNS-Abfrage allein reicht nicht aus.